Altersmanagement bzw. Demografiemanagement befasst sich traditionell mit den Herausforderungen der immer älter werdenden Bevölkerung. In Unternehmen geht es meist im konkreten darum Lösungen für die steigende Anzahl an älteren Mitarbeiter_innen zu finden. Dies ist ein wichtiges Gebiet, greift aus unserer Sicht jedoch zu kurz, denn auch das Alter der Kund_innen steigt. Aus diesem Grund richtet sich somit das Altersmanagement einerseits nach innen an Mitarbeiter_innen und andererseits nach außen bei der Produktentwicklung und –Gestaltung an Kund_innen und Gäste. Alters- und Demografie- Management im Unternehmen sollte daher Lösungen für beide Seiten entwickeln und anbieten.
Altersmanagement und Altersbilder
Wenn von „höherem Alter“ gesprochen wird, geht es immer auch um veränderte körperliche Fähigkeiten. Dies ist eine biologische Tatsache und vollkommen natürlich. Die Forschung zeigt auf, dass sich die aktiven Jahre verlängern jedoch die körperlichen Fähigkeiten dennoch abnehmen. Vor allem Bewegung, Sehen und Hören aber auch gewisse kognitive Vorgänge verändern sich.
Es geht also darum diesem Prozess aktiv und wertschätzend zu begegnen. Es zeigt sich das die Barrierefreiheit einen besonders großen Nutzen für älter werdende Menschen bietet. Unternehmen die also Alters- und Demografie- Management erfolgreich betreiben wollen, sollten besonders auf die Nutzungsqualität und Barrierefreiheit Ihrer Einrichtungen achten sowie auf Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter_innen als Human Kapital.
Einsatz von Alterssimulationsanzügen im Altersmanagement
Alterssimulationsanzüge sind ein effektives Instrument im Altersmanagement von Unternehmen. Sie ermöglichen Mitarbeitenden und Führungskräften, altersbedingte Einschränkungen direkt zu erleben und die Perspektive älterer Kolleg:innen oder Kund:innen einzunehmen. Dadurch werden Bedürfnisse, Belastungen und Herausforderungen älterer Mitarbeitender im Berufsalltag greifbar und nachvollziehbar.
Im Rahmen von Schulungen und Workshops können Teams praxisnah erkennen, welche Anpassungen in Arbeitsprozessen, Arbeitsplatzgestaltung oder Kommunikation notwendig sind. Das stärkt die Empathie, Teamdynamik und die altersgerechte Personalplanung.
Darüber hinaus unterstützt der Einsatz der Anzüge im Altersmanagement die Entwicklung von lebensphasenorientierten Arbeitsmodellen, fördert präventive Maßnahmen zur Gesundheit und hilft, Altersdiskriminierung im Unternehmen zu vermeiden. So werden sowohl Produktivität als auch Mitarbeitendenzufriedenheit nachhaltig gesteigert.
Warum Alterssimulation im Altersmanagement sinnvoll ist
Der Einsatz von Alterssimulationsanzügen im Altersmanagement macht altersbedingte Veränderungen unmittelbar erfahrbar. Führungskräfte, HR-Teams und Mitarbeitende erkennen, wie sich physische, psychische und soziale Einschränkungen auf den Berufsalltag älterer Kolleg:innen auswirken. Diese Selbsterfahrung fördert Empathie, Verständnis und Reflexion, hilft bei der Entwicklung altersgerechter Arbeitsplätze und fördert lebensphasenorientierte Personalstrategien. Gleichzeitig unterstützt sie die Gesundheitsförderung, zeigt Belastungspunkte auf und trägt dazu bei, Altersdiskriminierung im Unternehmen zu vermeiden. So wird Altersmanagement praxisnah, nachhaltig und wirksam umgesetzt.
Welche Altererscheinungen erlebt werden können
Teilnehmende erleben typische Alterserscheinungen aus erster Hand:
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Mobilitätseinschränkungen durch Gelenksteifigkeit, Kraftverlust oder Balanceprobleme
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Eingeschränkte Feinmotorik, z. B. beim Greifen, Schreiben oder Bedienen von Geräten
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Wahrnehmungs- und Sinneseffekte, wie reduzierte Sicht, Hörvermögen oder Reaktionsgeschwindigkeit
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Psychische Effekte, darunter erhöhte Ermüdung, Unsicherheit oder Reizüberflutung
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Soziale Auswirkungen, etwa Abhängigkeit von Unterstützung oder erschwerte Kommunikation
Diese direkte Erfahrung macht die Herausforderungen des Alters sichtbar und liefert wertvolle Erkenntnisse, um Arbeitsplätze, Prozesse und Kommunikation altersgerecht anzupassen.
